Inzwischen wird man schon bemerkt haben, dass ich ein Faible für Typografie habe. Stimmt, mich faszinieren die kleinen Buchstaben und deren Wirkung im Großen und Kleinen. Deshalb möchte ich mich in diesem Beitrag mit der Ausbildung in diesem Bereich beschäftigen, respektive den Artikel auf »I love typography« zitieren, der sich mit einer der besten Schulen dafür auseinandersetzt: Der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in Den Haag.
In den 1970er-Jahren entwickelte Gerrit Noordzij das »Letter Programme« in der grafischen Klasse des KABK. Studenten dieses Lehrganges waren unter anderem solch bekannte und erfolgreiche Leute wie Petr van Blokland, Erik van Blokland, Frank Blokland, Jelle Bosma, Luc(as) de Groot, Christoph Noordzij, Peter Matthias Noordzij, Albert-Jan Pool, Just van Rossum und Peter Verheul. Luc(as) de Groot ist zum Beispiel für rießige Schriftfamilie »Thesis« verantwortlich, die es inzwischen in über 200 Schnitten gibt und uns heute im alltäglichen Leben äußerst oft begegnet.
Inzwischen sind die erfolgreichen Studenten teilweise selbst Professoren an der Akademie und sind Teil des Kurses. Auch heute noch bringt der Kurs erfolg– und einflussreiche Personen wie das Designkollektiv Underware hervor. Der Schwerpunkt des Kurses liegt in der Tradition der Kalligrafie um den Studenten die grundlegenden Regeln der Schriftgestaltung wie Kontrast, die Struktur von Buchstaben und die Sensibilisierung für das Ausrichten derselben zu vermitteln. Hier wird viel in Handarbeit gemacht, der Computer ist nur ein Teil des Unterrichts. Man schreibt mit der Feder, meiselt in Stein und zeichnet viele Buchstaben.
Der Artikel führt noch tiefer in die Details ein und zeigt die Finalprojekte der Klasse 09. Ein spannender Exkurs zu den kleinsten Teilchen der Gestaltung.

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